Hubspeicherkraftwerke

Zu den großen Herausforderungen unserer Zeit gehört sicherlich das Thema der Energiespeicherung. Eine Möglichkeit bieten Hubspeicherkraftwerk, die elektrische Energie in Form von potentieller Energie (Lageenergie) zwischenspeichern. Obwohl die physikalischen Grundlagen sehr einfach sind wurden viele Ideen nicht über die Konzeptphase hinaus weiterverfolgt. Immerhin zeigen Pumpspeicherkraftwerke seit vielen Jahrzehnten, dass großtechnische Anlagen nach diesem Prinzip funktionieren.

Eine interessante Variante der Kategorie Hubspeicherkraftwerke nennt sich Powertower und wurde an der Universität Innsbruck entwickelt. Hierbei wird ein schwerer Auflastkolben in einem mit Wasser gefüllten Zylinderrohr angehoben. Die potentielle Energie des Kolbens kann später beim Absenken wieder in elektrische Energie umgewandelt werden, indem das Wasser durch eine Turbine geleitet wird. Mit einem Prototypen wurde gezeigt, dass der hydraulische Energiespeicher durchaus praxistauglich ist, zumal der Powertower einen Gesamtwirkungsgrad von rund 80 Prozent aufweist. Größere Anlagen in alten Bergbauschächten könnten enormes Speicherpotential besitzen, insbesondere wenn ein schwerer Auflastkolben genutzt wird, der eine hohe Energiedichte im System ermöglicht.

Dass es auch eine Nummer kleiner geht, zeigt ein Bastelvorschlag von Georg Zimmermann. Mithilfe von Fahrradteilen, Ketten und Umlenkrollen wird ein Gewicht von 5 Kilo angehoben. Senkt sich das Gewicht wieder ab, so wird die Energie dieser Bewegung durch einen Generator in Strom umgewandelt. Die gleichgerichtete Spannung wird mit einem Kondensator geglättet, sodass 10 LEDs gleichmäßig leuchten. Durch das Getriebe mit einer Übersetzung von 1:12 x12 x12 ist pro Meter Hubhöhe sogar eine Laufzeit von circa 10 Minuten möglich.

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